Tag 1 der Microsoft BUILD 2017 – Zusammenfassung

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Die Microsoft BUILD 2017 ist eröffnet. Am ersten Tag ging es dabei primär um Microsoft Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz. Der heutige Tag richtete sich dabei mehr an Business User – morgen dürfte mehr für Endkunden interessant werden.

Begonnen wurde, wie immer wieder gerne auf Keynotes, mit Zahlen rund um Microsoft und Windows. In diesem Fall um die aktuellen monatlichen Nutzerzahlen – rund 500 Millionen bei Windows 10, 140 Millionen bei Cortana und rund 100 Millionen beim erfolgreichen Microsoft Office 365 Business Dienst.

Interessant aus unserer Sicht war der von harman kardon veröffentlichte Invoke Lautsprecher in Zusammenarbeit mit Cortana als Amazon Echo Konkurrenz. Zudem wollen auch in Zukunft HP und Intel intelligente Geräte in Zusammenarbeit mit Microsoft bauen – hier wurden aber keine weiteren Details bekannt.

Cortana Skill Kit ist nun offiziell verfügbar. Allerdings vorerst nur in Englischer Sprache, was ja zu erwarten war und kaum wirklich überrascht. Interessierte Entwickler können hier starten. Einige Cortana Skills sind auch schon verfügbar.

PowerPoint Präsentationen vor internationalem Publikum zu halten soll nun Dank dem PowerPoint Translator in Zukunft wesentlich vereinfacht werden. Präsentationen werden in Echtzeit übersetzt und die Übersetzungen auf dem Bildschirm bzw. über den Beamer angezeigt.

Neues gibt es auch in Office für Entwickler. Microsoft öffnet die Entwicklung von Apps nun auch für externe Entwickler, die diese über den Office Store vertreiben können. Hierzu gibt es einen interessanten Blog, welchen man hier findet.

Vorgestellt wurde die finale Version von Visual Studio 2017 für Apple macOS. Gedacht als Alternative zu Xcode und universelle Entwicklerplattform mit C# .Net als gemeinsame Programmiersprache. Weitere Informationen gibt es dazu in unserem apfelstudio.net Blog hier.

Weiter ausgebaut werden die auf AI basierenden Cognitive Services von Microsoft. Angekündigt wurden neue verschiedene Services, unter anderem die Cognitive Service Labs. Eine sehr spannende Sache – hier können Entwickler eigene AI Funktionen beisteuern und damit der Community zur Verfügung stellen. Projekt Emma ist sicherlich eines der emotionalsten Cognitive Services. Hier gibt es auch ein Video dazu.

Im Bereich Microsoft Azure gab es auch viele Neuigkeiten. Microsoft Azure bekommt eigene Apps, allerdings nur für die beiden größten Plattformen Android und iOS. Windows Phone Anwender gehen, wieder einmal, leer aus. Weitere interessante Themen waren der Start der Azure Cloud Shell, Verbesserungen bei SQL Datenbanken und Echtzeit Telemetrie für Webanwendungen. Zudem kündigte Microsoft mit Cosmos DB einen hochleistungsfähigen Datenbankservice für Azure an. Hier gibt es ein Video mit weiteren Informationen.

Wir sind gespannt auf den morgigen zweiten Tag.

LiMux: Vorzeigeprojekt der Stadt München gescheitert?

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Steht das ambitionierte LiMux Projekt der Stadt München vor dem Aus? Noch vor Jahren galt die Umstellung von Microsoft auf Linux als das IT Vorzeigeprojekt schlechthin. Mit der Umstellung aus einer Kombination von KDE Desktop Ubuntu, LibreOffice und dem Vorlagensystem WolMux – sollte der vollständige Absprung von Microsoft erfolgen und damit die vermeintliche (auch finanzielle) Abhängigkeit.

Nach eigenen Angaben der Stadt München vermeldete man im Jahr 2012 bereits eine Einsparung von rund 25% gegenüber der Windows Installationen. Im Dezember 2013 wurde der Umstieg komplett abgeschlossen. Neben der kolportierten Einsparung von über 11 Millionen Euro – wurde ebenso eine freie Software Auswahl als eine der entscheidenden Vorteile aufgeführt.

Doch nun knapp 8 Jahre später (Start 2009) soll nun Schluss sein. Die schwarz-rote Regierungskoalition hat einen entsprechenden Antrag dazu eingereicht – welcher Aufgrund der Mehrheitsverteilung auch durchgehen dürfte. Die Opposition aus Gründen und Piraten verfügt nicht über die entsprechende Mehrheit im Stadtrat um dies zu verhindern.

Ein neues IT Referat soll bereits in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen und die Rück-Umstellung auf Windows in Angriff nehmen. In der Übergangszeit bis 2021 sollen die Anwender noch die Wahlfreiheit zwischen Linux und Windows Systemen haben – danach wird der Rollout final ausgeführt.

Man könnte nun natürlich eine erfolgreiche Lobbyisten Arbeit seitens Microsoft aufführen. als einer der (ausschlaggebenden) Gründe. Allerdings gab es während dem ganzen Projekt immer wieder Schwierigkeiten und Inkompatibilitäten bei der internen Arbeit und bei dem Daten Austausch mit externen Anwendern. Auch wurde von einer oftmals fehlenden Akzeptanz seitens der eigenen Anwender berichtet – ebenso über häufige Beschwerden über das eingeführte LiMux System.

Eine (neue) IT Infrastruktur plant man eben nicht nur alleine an nackten Zahlen – man muss die Anwender die tagtäglich damit arbeiten auch primär mit einbeziehen.

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