Google i/o 2017 – im Zeichen der Entwickler

In Zeiten in denen viele Entwicklerkonferenzen mehr und mehr auch zu Hardwareveranstaltungen mutieren, stand die diesjährige Google i/o ganz im Zeichen der Entwickler – und nicht irgendwelcher Hardware Experimenten.

Android Apps mit Kotlin programmieren.
Besondere Erwähnung und Begeisterung fand die offizielle Einbindung der Programmiersprache Kotlin in Android.  Neben Java soll Kotlin den gleichen Stellenwert bei der Entwicklung von Android Apps bekommen. Kotlin bringt für App Programmierer eine wesentlich übersichtlichere Syntax als Java. Die Aussagen Googles in der diesjährigen i/o lassen darauf schließen, dass Google von Kotlin sehr überzeugt ist.

Google möchte dabei eng mit Jetbrains, einem der Hauptsponsoren von Kotlin, zusammen arbeiten. Für Entwickler ein Vorteil, da dies hoffentlich eine lange Verwaltung der Ressourcen bedeuten wird. Kotlin wird in der kommenden Android Studio Version integriert.

Google Assistant für das iPhone.
Einen Angriff auf Apples Siri Dienst auf dem iPhone plant Google mit seinem Google Assistant. Die App ist zunächst nur im Apple Store USA verfügbar, soll aber bis Ende des Jahres auf 10 weitere Sprachen ausgebaut werden und so in weiteren Ländern erscheinen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Betaphase von Android O beginnt.
Neben Kotlin wurde auch Android O näher vorgestellt. Für was das O allerdings steht, hat Google allerdings immer noch nicht verraten. Auch sonst gab es wenig Neues zur kommenden Android Version. Themen waren unter Anderem die automatische Zwischenablage, die Bild in Bild Funktion und die neuen App Benachrichtigungen.

Weitere Interessante Themen waren sicherlich Googles Vorstöße im Bereich der künstlichen Intelligenz. Google investiert hier viel in den eigenen Apps, wie Google Fotos, der Smartphone Kamera und dem Google Assistenten. Bei letzterem plant Google gar einen „Angriff“ auf Apples Siri.

Auch interessant, eine für Mobilgeräte optimierte Version  der Machine Learning Bibliothek Tensorflow soll später in Android O veröffentlich werden. Zudem erhält diese Tensorflow Lite Bibliothek eine API für Neuronale Netze an seine Seite.

Googles i/o 2017 war damit dieses Jahr wieder deutlich näher bei den Entwicklern, statt für den Endverbraucher neue Hardware vor zu stellen. Sicherlich nicht für die Masse spektakulär, für die Programmierer aber der richtige Weg. Und davon profitieren die Endanwender am Schluss ja ebenso.

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